Konservative Therapie

Chirotherapie

Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates durch gezielte Handgriffe und Impulse – sanft und sicher. Hierbei werden meist blockierte (Wirbel-) Gelenke eingerenkt oder mobilisiert. Sie wird häufig eingesetzt, wenn Gelenke blockiert, als wie verhakt sind. In den Tagen nach der Behandlung löst sich dann in der Regel die Muskelverkrampfung, sodass der Schmerz häufig nicht sofort, aber in kurzer Zeit nachlässt. Sie wird daher in Kombination mit einer Tape-Behandlung durchgeführt, welche auch den Muskeltonus (Grundspannung) senkt.

Als Chirotherapie oder chiropraktische Behandlung bezeichnet man die Behandlung von rückbildungsfähigen Funktionsstörungen des Bewegungsapparates durch gezielte Handgriffe. Meist wird sie vereinfachend als Einrenken bezeichnet.

Besonders häufig werden hierdurch Blockaden an Wirbelgelenken beseitigt. Bei solchen Blockaden besteht oft eine Schmerzausstrahlung in die Arme oder Beine, verbunden mit Missempfindungen wie Kribbeln oder Einschlafgefühl.

Diese kommen nach dem heutigen Wissensstand dadurch zustande, dass auf der Rückenmarkebene Reflexe ausgelöst werden, die eine Muskelverspannung und Fehlregulationen der Durchblutung sowie der Reizweiterleitung des Nervensystems auslösen. Dies hat zur Konsequenz, dass eine Überempfindlichkeit gegenüber normalen Reizen, eine Hemmung der Schmerzunterdrückung und eine Fehlwahrnehmung mit Schmerzempfinden in entfernten Körperpartien auftritt.

Die Wirkung der chiropraktischen Behandlung erklärt man sich durch die Beseitigung eines gestörten Bewegungsspiels von Gelenken. Dadurch können die beschriebenen Reflexe bzw. Fehlregulationen durchbrochen werden. Man unterscheidet grundsätzlich eine Mobilisation ohne und die Manipulation mit kontrolliertem Impuls.

Bei der Chirotherapie handelt es sich um eine seit der Antike weiterentwickelte, sehr bewährte und zugleich sanfte und sichere Behandlungsmethode.